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18 Dinge, die Kreative anders machen

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Regeln, Standards, Guidelines, Effizienz, Berichte, Statistiken helfen großen Organisationen zu funktionieren. Gleichzeitig können Sie Offenheit, Innovation, Kreativität, Querdenken, Lebendigkeit, situative Selbstregulierung, Seele, Begeisterung töten. In vielen Unternehmen ersticken Menschen in zugeschnürten Korsetts von Regularien, Berichten, die keiner liest, oder in engen Handlungs-Spielräumen. Kein Wunder, dass die emotionale Anteilnahme an der Arbeit abnimmt, sich Silomentalitäten einstellen, Dienst nach Vorschrift und ähnlich lähmende Haltungen sich ausbreiten.

Wie kann ein komplexes Unternehmen verlässliche Regeln praktizieren und gleichzeitig Räume für Innovationen freihalten? Beides ist in einem gesund wachsenden Unternehmen erforderlich - Wurzeln und Flügel. Wie schaffen wir diesen Spagat?

Jedes Unternehmen ist anders und braucht angepasste Maßnahmen zur Schaffung von kreativen Freiräumen. Wie haben es andere bisher gemacht?
Die amerikanische Warenhauskette Nordstrom, hat ihren Mitarbeitern mutig eine einzige Regel gegeben: „Setzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand in allen Situationen ein. Weitere Regeln gibt es nicht.“
Ein international tätiges Unternehmen hat das „Yes, but …“ durch einen  Geschäftsführerbeschluss aus der internen Kommunikationskultur gestrichen. Stattdessen sollen die Mitarbeiter nur noch in „Why not?“ reden und denken. Ein guter Impuls in Richtung „Umparken im Kopf“.

Eine Harvardstudie ermittelte 18 Dinge, die Kreative kennzeichnen. Vielleicht stecken darin einige Ideen, wie Unternehmen für kreative Räume sorgen können. Viele Studien haben gezeigt, dass kreative Ideen und neue Denkprozesse weniger bei der Anwendung von kreativen Techniken aufblitzen, als in entspannten Momenten – beispielsweise beim Spaziergang oder unter der Dusche. Kreative Techniken dienen allerdings dazu, die intuitive Denkmaschine anzuwerfen und zu fokussieren. Unser Unterbewusstes geht anschließend damit eine Weile „schwanger“, bis die neue Idee oder Denkweise geboren werden kann.

18 Verhaltensweisen von kreativen Menschen (Harvard 2010):
1.    Tagträumen
2.    alles beobachten
3.    Arbeitszeit selbst bestimmen
4.    alleine arbeiten
5.    Lebenskrisen bewältigen und produktiv umsetzen
6.    neue Erfahrungen suchen
7.    Fehler machen
8.    die großen Fragen stellen, neugierig sein
9.    andere Menschen beobachten
10.    Risiken eingehen
11.    sich selbst ausdrücken
12.    der eigenen Leidenschaft folgen
13.    gewohnte Denkmuster verlassen
14.    die Zeit vergessen (flow)
15.    sich mit Schönem umgeben
16.    Punkte verbinden
17.    die Dinge hinter sich lassen
18.    Achtsamkeit üben

Aus meiner Erfahrung füge ich hinzu, dass Kreativität ihr eigenes Timing hat. Für jeden Tag setze ich mir Ziele und schreibe sie auf. Nicht selten - und besonders, wenn ich neue Texte zu verfassen habe - finde ich mich in ganz anderen Tätigkeiten wieder, die mit meinem Tagesziel gar nichts zu tun haben. Das sieht nach außen gar nicht gut aus und nach innen regt sich leicht Selbstkritik. Vielleicht sind das unbewusste Auswirkungen der „Aufschieberitis“. Oft sind es jedoch kreative „Schwangerschaften“. Denn ohne dass ich darüber nachdenke, sitze ich plötzlich an meinem PC und tippe in kurzer Zeit die benötigten Texte herunter.
Ein großer Kreativer hat das vor langer Zeit verstanden. Von Leonardo da Vinci wird Folgendes berichtet: Als er in den Jahren 1494 bis 1497 im Auftrag des Mailänder Herzogs Ludovico Sforza die große Abendmahlszene malte, saß er halbe Tage lang untätig vor dem Wandgemälde. Darüber waren seine Auftraggeber sehr erbost. Doch anschließend konnte er in kurzer Zeit wie ein Wilder weitermalen. Er äußerte sich darüber sinngemäß so, dass kreative Geister bisweilen am meisten schaffen, wenn sie am wenigsten arbeiten, nämlich wenn sie erfinden und Ideen ausbilden. Ihre Hände drückten anschließend aus, was sie im Geiste schon konzipiert hätten.

Diese Erfahrung haben Sie sicher auch schon gemacht. In Seminaren höre ich immer wieder, dass sich Teilnehmer für nicht kreativ halten. Dabei stellt sich heraus, dass sie Kreativität nur mit Künstlern verbinden – nicht aber mit ihrem täglichen Leben. Jeder Mensch hat Kreativität – nur widmen wir ihr uns in unterschiedlicher Intensität. Dieses kreative Potential, diese alltägliche Freude an produktiven, kreativen Veränderungen, gilt es in Unternehmen zu fördern.

Michaele Kundermann
Tel. 0 60 81 / 58 43 66   
E-mail: contact(at)kundermann-consult.de





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